Den eigenen Weg finden

LIONS Club Overath organisiert Kinderheimausflug in die Kletter- und Boulderhalle Lindlar

Den Kindern und Jugendlichen des Overather Kinderheims „Maria Schutz“ einmal im Jahr ein besonderes Erlebnis zu bieten, ist längst fester Bestandteil der Aktivitäten des örtlichen LIONS Clubs. Jahr für Jahr, heuer zum 10. Mal, organisieren und finanzieren die LIONS deshalb für die 80 Kinder und Jugendlichen einen Ausflug zu spannenden Zielen.

In diesem Jahr hatte das Orga-Team um Timm Schelzig, Georg Rothmann und Wolfgang Thiemann einen Besuch der Kletter- und Boulderhalle in Lindlar ausgewählt. Am 1. September bestiegen 48 Kinder und Jugendliche, 12 Betreuer und 11 LIONS den Bus des Overather Reiseunternehmens „Blitz-Reisen“ und starteten in einen spannenden Tag. Dass Klettern Spass macht, fit hält und den Charakter bildet, ist bekannt. Aber nur Insider wissen, dass diese Sportart seit anderthalb Jahren auch in der engeren Heimat angeboten wird. Die im ehemaligen Hochregallager der früher in Lindlar ansässigen amerikanischen Firma Mondi für rund 700.000 Euro installierte moderne Kletter- und Boulderhalle an der Bismarckstrasse (Besitzerin ist die Familie Brück aus Lindlar), eine der größten neuen Indoor-Kletteranlagen des Rheinlandes, ist ein echter Geheimtip.

Auf einer Seilkletterfläche von 1.500 qm und einer Wandhöhe von 15 Metern bleiben bei Einsteigern sowie erfahrenen Kletterern keine Wünsche offen. Und der Anfang war gar nicht so schwer. Schon im Vorfeld hatte sich die Geschäftsleitung, die Herren Georg Daun und Marcel Besgen, sehr kooperativ gezeigt und uns einen Schnupperkurs inklusive Trainer und Ausrüstung zu einem Vorzugspreis offeriert.

Nach der freundlichen Begrüßung und einer technischen Einweisung ging es dann zügig zur Sache. In Gruppen von 3 – 5 Teilnehmern pro Trainer wurden die Kinder und Jugendlichen angeseilt und durften die senkrechten, mit einer Vielzahl von künstlichen Griffen und Tritten gespickten Wände erklettern. Und das ging überraschend gut. Angst kam gar nicht erst auf, denn die jungen Kletterer sind auf ihrem Weg nach oben vollständig gesichert: entweder automatisch mit Seilbremse oder durch den Trainer über eine Umlenkrolle an der Hallendecke. Wer daneben greift, schlapp macht oder nicht mehr weiterweiß, hängt sicher im Seil und schwebt langsam zurück zur Erde. Erstaunlich schnell hatten sich unsere jungen Teilnehmer eingewöhnt und fanden spielerisch ihren Weg nach oben durch das Labyrinth der Griffe und Tritte (die farblich markiert sind, um den Schwierigkeitsgrad anzuzeigen). Nach wenigen Minuten hatten die ersten das Hallendach in schwindelnder Höhe erreicht und seilten sich ab. Schnell wurde klar, dass Klettern kein bloßer Kraftakt, sondern eine lernbare Technik und vornehmlich eine Sache des Kopfes ist, bei der es gilt, Bewegungsabläufe zu koordinieren und aus der Vielzahl der möglichen, unterschiedlich schweren Routen durch eine Wand den eigenen Weg zu finden und zu meistern.

Kein Wunder, dass die Kinder und Jugendlichen mit Begeisterung bei der Sache waren und die zwei Stunden Kletterei wie im Fluge vergingen.

Wie im Gebirge gab es dazu Rucksackverpflegung und Getränke. Nach einer zünftigen Brotzeit ging es anschließend frohgelaunt und mit ganz neuen Gefühlen und Erfahrungen im Gepäck zurück nach Overath. Unser Dank gilt einmal mehr den Sponsoren dieser Veranstaltung: Der Geschäftsleitung der DBmotum GmbH Lindlar (www.2T-Klettern.de) , den Herren Daun und Besgen (Miete Kletterhalle), Herrn Rubarth von „Blitz-Reisen“ Overath (Bus-Transfer) und Herrn Pilatzki von der Jäger-Tankstelle Hammermühle (Getränke), deren Großzügigkeit dazu beitrug, die Kosten der Veranstaltung (Anteil LIONS: ca. 1.200 €) nicht ausufern zu lassen.

Herzlichen Dank!

Dem Overather Kinderheim „Maria Schutz“ unter Leitung von Herrn Allner (Trägerin der Einrichtung ist die Angela von Cordier-Stiftung der Franziskanerinnen von Nonnenwerth) fühlen wir uns einmal mehr herzlich verbunden und freuen uns schon auf den Ausflug im nächsten Jahr.

Für den LIONS Club Overath

Andreas Heider